Kandidat für den Aufsichtsrat
FAQ - FRAGEN & ANTWORTEN
ZUR KANDIDATUR
Frage: Mein letztes Jahr mit Schalke in einem
Satz:
Antwort: Mein letztes Jahr auf Schalke war eine
emotionale Achterbahnfahrt voller unvergesslicher
Begegnungen mit Schalkerinnen und Schalkern -
zuhause wie auswärts -, geprägt vom
nervenaufreibenden Bangen in der letzten Saison bis
zum Aufstieg in die 1. Liga beim Heimspiel gegen
Düsseldorf.
Frage: Mitglied in weiteren Sportvereinen?
Falls ja, in welchen?
Antwort: Ja, Sportclub Verl von 1924 e.V.,
Turnverein von 1912 Verl e.V.
Frage: In anderen Sportvereinen aktiv, wenn
ja, wie?
Antwort: Ja, beim SC Verl als ehrenamtlicher
Berater des Verwaltungsrates in Sachen Sicherheit
und Zusammenarbeit mit Behörden; ich bringe mich
auch ehrenamtlich als DFB lizenzierter
Veranstaltungsleiter ein, wenn Hilfe benötigt wird.
Frage: Gremienerfahrung? Falls ja, in welchen?
Antwort: Mitgliedschaften bestanden in zahlreichen
Gremien, hier eine Auswahl: Beiratsmitglied
(kommunal) Gelsenwasser Gelsenkirchen, Mitglied
des Verwaltungsrates der Kreissparkasse
Wiedenbrück, Vorsitzender des Verwaltungsrates,
Vorsitzender des Haupt- und
Bilanzprüfungsausschusses sowie Mitglied des
Risikoausschusses der Sparkasse Märkisches
Sauerland Hemer-Menden, Vorsitzender Aufsichtsrat
Stadtwerke Hemer und Stadtwerk Verl, aktive
Vorstandstätigkeit in verschiedenen Vereinen und
Organisationen auf Kommunal-, Landes- und
Bundesebene, Aufsichtsratsvorsitzender
Landesgartenschau 2010 Hemer, Mitglied des
Gemeinderates Verl, Mitglied des Kreistages
Gütersloh.
Frage: Was hat zur Kandidatur zum jetzigen
Zeitpunkt zum Aufsichtsrat FC Schalke 04
bewogen?
Antwort: Meine Motivation zur Kandidatur:
„Verantwortung für Schalke - gerade jetzt“! Ich bin
überzeugt, dass sich unser Verein FC Schalke 04
jetzt gerade in einer Phase befindet, in der Stabilität
und eine verantwortungsvolle Führung besonders
wichtig sind. Der sportliche Erfolg mit dem genialen
Aufstieg in die 1. Liga und die finanzielle Machbarkeit
müssen gleichberechtigt in der Strategie
nebeneinanderstehen. Deshalb möchte ich mich
aktiv engagieren, die Strukturen zu stärken und den
eingeschlagenen Weg mit dem Wiederaufstieg
konstruktiv zu begleiten.
Frage: Welche Fachkenntnisse oder
Erfahrungen können in den Aufsichtsrat
eingebracht werden und wo werden
Kernkompetenzen gesehen?
Antwort: „Kompetenz in Kontrolle und Führung“:
Ich bringe durch meine ehrenamtlichen und
beruflichen Tätigkeiten fundierte Erfahrungen in den
Bereichen Vereins- und Unternehmensführung,
Finanzen, Strategieentwicklung, Organisation, Recht
und Kommunikation mit. In meinem bisherigen
Leben habe ich gelernt, komplexe Sachverhalte
strukturiert zu analysieren, Risiken realistisch
einzuschätzen und tragfähige Entscheidungen
gemeinsam im Team zu treffen. Dies vorausgeschickt
möchte ich meine Kenntnisse, Erfahrungen und
Kernkompetenzen konkretisieren: Im Rahmen
meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich über
Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Vereinen und
Organisationen sowie Städten und Kreisen geholfen,
angepackt und auch zum Teil geführt. Für dieses
Engagement habe ich den Verdienstorden der
Bundesrepublik Deutschland erhalten. Meine
berufliche Tätigkeit hat mir Fachwissen in
wirtschaftliche und gesellschaftliche
Zusammenhänge ermöglicht. Als Anwalt in einer
Fachkanzlei für Insolvenzrecht habe ich vertiefende
Einblicke in das Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
erhalten. Als Beigeordneter und Bürgermeister kam
dazu auch Fachwissen in die Strukturen und Abläufe
von Behörden. Meine jetzige berufliche Tätigkeit ist
auf die Prüfung komplexer Sachverhalte
ausgerichtet. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender
verschiedener Aufsichtsgremien bei Sparkassen,
Stadtwerken und öffentlichen Organisationen war
das Moderieren, Zusammenführen unterschiedlicher
Meinungen und Aspekte sowie die anschließende
Darstellung in der Öffentlichkeit ein hoher
Erfahrungswert. Hierin sehe ich auch meine
Kernkompetenzen. Kurzum: Die Fachkenntnisse und
Erfahrungen in Wirtschaft und Gesellschaft sind
demnach vielfältig und nachhaltig erworben. Meine
Kernkompetenzen sehe ich daher insbesondere in
der strategischen Planung, der wirtschaftlichen
Bewertung von Projekten sowie in einer
sachorientierten, lösungsfokussierten
Zusammenarbeit in den Gremien. Zudem verfüge ich
über eine Kernkompetenz in verantwortungsvollen
Kontroll- und Entscheidungsfunktionen, die auch
immer einen hohen Grad an Verschwiegenheit und
Verlässlichkeit mit sich bringen. Ganz nebenbei
verfüge ich, wie ich schon geschrieben habe, über
ein sehr umfangreiches Netzwerk in Vereine,
darunter auch Fußball, Behörden und in die
Wirtschaft.
Frage: Welche Ziele und Wünsche sind Antrieb?
Antwort: „Tradition bewahren, Zukunft sichern!“
Mich treibt das Ziel an, Verantwortung bei einem der
traditionsreichsten und wie man so schön sagt
geilsten Fußballclubs, unserem FC Schalke 04, zu
übernehmen, und meinen Beitrag zu einer
nachhaltigen Entwicklung nach dem Wiederaufstieg
in die 1. Liga zu leisten. Dabei stehen für mich
wirtschaftliche Solidität, Transparenz und eine klare
strategische Ausrichtung im Vordergrund. Ebenso
wichtig ist mir, das gegenseitige Vertrauen zwischen
Gremien, Verantwortlichen und Mitgliedern zu
stärken, und, soweit es an einigen Stellen leider in
den letzten Jahren verlorengegangen sein sollte,
wiederherzustellen. Ich habe das Ziel Brücken zu
festigen bzw. dort zu bauen, wo es notwendig ist,
zwischen Fans, Fanclubs, Ultras, Fangruppierungen,
Vorstand und Vereinsführung.
Frage: Was soll in einer möglichen Amtszeit
bewegt oder erreicht werden?
Antwort: „Mithelfen Schalke GEmeinsam langfristig
solide aufstellen!“ In meiner Amtszeit möchte ich das
als Ziel beschriebene voranbringen und bestenfalls
erreichen. Kuzgesagt: Ich möchte dazu beitragen,
stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu
sichern, strategische Entscheidungen, z.B. auch zum
Erhalt der Arena mit Beteiligung der Genossenschaft,
langfristig auszurichten. Darüber hinaus ist es mir
auch wichtig, dass sportlicher Erfolg und
wirtschaftliche Vernunft in Einklang gebracht werden.
Frage: Wie hoch schätzt Du die Möglichkeit
durch das angestrebte Amt, Einfluss zu
nehmen?
Antwort: „Gute Entscheidungen entstehen
GEmeinsam!“ Mir ist bewusst, dass ein einzelnes
Aufsichtsratsmitglied keine Alleinentscheidungen
trifft. Ebenso ist kein einzelnes Aufsichtsratsmitglied
Sprachrohr des Gremiums, sondern Teil eines
Gremiums. Eine mögliche Einflussnahme auf
Entscheidungen des Aufsichtsrates entsteht durch
Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Integrität und
konstruktive Zusammenarbeit. Sie entsteht gewiss
nicht durch eigennütziges Vorgehen. Ich bin
überzeugt, dass ich durch meine Erfahrungen, auch
in Aufsichtsräten, und die mir allgemein unterstellte
fundierte Vorbereitung auf anstehende Themen eine
Möglichkeit eröffnen, wirksam Einfluss auf die
Beschlussfassungen des Aufsichtsrates zu nehmen.
Die Möglichkeit der Einflussnahme wird also nur
dann eröffnet sein, wenn man den Aufsichtsrat als
ein Gesamtgremium akzeptiert und sich in die
Themen richtig einarbeitet. Aufsichtsratsmitglied
heißt Aufsicht führen und Rat geben, nicht in das
operative Geschäft eingreifen, dafür gibt es andere
handelnde Personen. Ein Aufsichtsratsmitglied hat
Einfluss durch Arbeiten im Hintergrund im
GEmeinsamen Team, nicht durch Alleingänge. Daran
würde ich mich messen lassen.
DEIN ZUKÜNFTIGES
ENGAGEMENT FÜR SCHALKE 04
Frage: Welche Ereignisse haben Schalke 04 in
den letzten Jahren besonders geprägt, welche
möchtest du besonders erwähnen?
Antwort: „Zwischen Krise und Aufbruch!“ Geprägt
haben unser Schalke 04 in den letzten Jahren in der
öffentlichen Wahrnehmung die sportliche
„Fahrstuhlsituation“ mit Abstieg 2021 als
Tabellenletzter, der Wiederaufstieg ein Jahr danach
als Meister der 2. Liga 2022 und leider der erneute
Abstieg trotz einer bemerkenswerten Rückrunde in
2023. Neben dem Sport prägten aber auch
wirtschaftliche Themen unseren Verein: Schalke
hatte über 200 Millionen Euro Schulden. Auch wurde
Schalke 04 durch viele Wechsel im Bereich
Trainerstab, Vorstand und Management geprägt. Für
mich wichtig ist auch die Coronazeit gewesen: Beim
Spiel gegen Kiel war ich im Stadion, ich glaube mit
rund 200 Menschen. Corona hat gezeigt, Schalke
kann auch Krisen von außen meistern, von innen
haben wir ja bekanntlich eine Reihe von Krisen erlebt
und gemeistert.
Frage: Welche besonderen Herausforderungen
siehst du auf den Verein zukommen und mit
welchen Ideen und Konzepten wären diese
deiner Ansicht nach zu meistern?
Antwort: Diese Frage würde ich gerne in drei
Bereiche aufteilen: Finanzielle Herausforderungen,
Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder
und sportliche Herausforderungen.
* Finanzielle Herausforderungen: „Raus aus den
Miesen!“ Schalke hat noch immer einen hohen
Schuldenberg zu bewältigen. Also muss es Ziel sein,
diesen nachhaltig zu reduzieren. Die Genossenschaft
ist ein richtiger Ansatz, den ich auch durch eigene
Anteile bereits unterstütze. Hier müsste über eine
verbesserte Werbestrategie zum Zeichnen von
Anteilen nachgedacht werden, gerade jetzt nach dem
Aufstieg ist die Stimmung für solche Vorhaben gut.
Unsere Mitgliederzahl muss mehr Anteile möglich
machen. Die Veltins Arena ist aus meiner Sicht das
wichtigste Asset des Vereins und muss gehalten
werden. Durch das Catering, die Vermietung lassen
sich Einnahmen generieren. Vielleicht lässt sich das
Angebot an nicht sportlichen Veranstaltungen
ausbauen. Die Finanzen dürfen nicht die getriebenen
der sportlichen Situation sein, sie dürfen aber auch
nicht Hemmer der sportlichen Entwicklung sein.
Deshalb muss eine Strategie für das Zusammenspiel
Sport und Finanzen her, die auch transparent von
den Vereinsmitgliedern verstanden wird.
* Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder:
„Schalke lebt von seinen Fans!“ Schalke hat ein
wichtiges Pfund, dass den Verein und die
GEmeinsamkeit trägt: Die Mitglieder und Fans. Es
gibt zahlreiche neue Formen der
Mitgliederbeteiligung, z.B. Mitgliederkongress. Diese
weiter auszubauen muss ein Ziel der künftigen Arbeit
sein. Ohne Fans läuft nichts; aber auch die Fankultur
ist mannigfaltig bei unserem Schalke 04. Von Ultras
bis hin zu kleinen Fanclubs haben wir eine bunte
Vielfalt, in GE ebenso wie in allen Teilen
Deutschlands und sogar im Ausland. Die
Herausforderung ist das Verständnis untereinander
und es darf kein Gegeneinander geben. Deshalb
müssen die Fans noch mehr durch Transparenz der
Entscheidungen eingebunden werden, z.B.
Kartenvergabe bei Heim- und Auswärtsspielen.
* Sportliche Herausforderungen: „Die
Knappenschmiede als Zukunft von Schalke 04!“
Schalke 04 funktioniert nicht ohne sportlichen Erfolg.
Wir brauchen ein Konzept für die Zukunft, das auch
unabhängig vom jeweiligen Trainer funktioniert.
Dabei spielt die Knappenschmiede eine wichtige
Rolle. Ich würde mir wünschen, dass für den
Profibereich Möglichkeiten geschaffen werden, noch
mehr talentierte Spieler zu gewinnen. In der Regel
bringen junge Knappen die Schalke DNA mit auf´s
Spielfeld. Wir brauchen diese Emotionen, da Schalke
derzeit keine Höchstbeträge für fremde Transfers
leisten kann. Also: Mehr Fokus auf talentierte junge
Spieler aus der eigenen Knappenschmiede legen. Die
Jugendmannschaften sowohl im Männer- als auch im
Frauensport sind zu fördern. Dazu müssten Konzepte
mit den Beteiligten entwickelt werden. Wir brauchen
eine DNA der Geduld und Gelassenheit. Zu viele
Trainerwechsel sind nicht gut. Ziel ist es, ein stabiles
Team mit klarer Identität dauerhaft in der 1. Liga zu
etablieren. Und ganz wichtig: Alle Sportarten des FC
Schalke 04 müssen Beachtung finden, aus dem
Breitensport entwickelt sich Spitzensport!
ZWISCHEN VERGANGENHEIT
UND ZUKUNFT
Frage: Gibt es noch etwas das Du gerne
mitteilen möchtest?
Antwort: Ich fange einmal ganz von vorne in
meinem Lebenslauf bei mir an, um deutlich zu
machen, wie sehr ich eine Schalke DNA in mir trage;
ich liebe und lebe Schalke, wie die nachfolgenden
Ausführungen zeigen sollen: Mein Vater hat in
Gelsenkirchen-Buer den Beruf des Elektrikers von
1945 bis 1948 erlernt. Er war dabei auch unter Tage.
Aus dieser Lehrzeit und danach hat er mir als junger
Mensch in der Erziehung immer wieder berichtet. Er
hat davon gesprochen, was es heißt, sich unter Tage
auf die Kumpels verlassen zu können, dass man nie
alleine etwas tun sollte, dass man andere Menschen
respektieren müsse und dass man am Ende immer
einen Rückhalt in der eigenen Familie, die ich einmal
gründen werde, finden könne. Und so wuchs ich auf.
Dann kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall in
der Familie. Und in der schweren Zeit mit meinem
körperbehinderten Bruder versuchte mein Vater, mir
etwas zu geben, von dem ich noch heute, also auch
jetzt, zehre: Abwechslung vom grauen Alltag
erleben auf dem Fußballplatz des FC Schalke 04, auf
Schalke sein. Er nahm mich mit zu Spielen in der
Glückauf-Kampfbahn und dann natürlich im späteren
Leben ins Parkstadion. Ich erlebte Schalke hautnah,
ich jubelte, ich weinte, Schalker Emotionen eben.
Wir wohnten in Verl, ich nahm mein Studium auf,
schloss dieses erfolgreich ab, gründete eine Familie
mit einer lieben Ehefrau und anschließend zwei
tollen Töchtern. Dabei ging ich die ersten Schritte
ins Berufsleben und deshalb reduzierten sich
verständlicherweise die Aktivitäten im Stadion. Dann
entschied ich mich 2016 wieder für ein verstärktes
Engagement für unseren FC Schalke 04. Ich wurde
Mitglied, Vielfahrer zu den Auswärtsspielen und
Dauerkarteninhaber in der Nordkurve (Sitzer) auf
Schalke. Ich bin auch sehr lange Mitglied in zwei
Fanclubs, den Verler Schalke Freunden und die
Schalke Union, den ich aktuell leite. Die Schalker
DNA ist mir also quasi in die Wiege gelegt worden,
und ich möchte mich jetzt weiter engagieren, weil es
mir die persönliche Situation zulässt. Das
Berufsleben hat mich nach Herne in nahezu
unmittelbarer Nähe zur Veltins-Arena geführt.
Aufgrund meines Netzwerkes bin ich bestimmt in der
Lage, Schalke in den unterschiedlichsten Situationen
zu helfen und zu unterstützen. Das Netzwerk reicht
in das öffentliche Leben sowie in die Politik. Dieses
und noch viel mehr möchte ich neben der fachlichen
Kompetenzen einbringen.
ZU GUTER LETZT