Kandidat für den Aufsichtsrat

FAQ - FRAGEN & ANTWORTEN ZUR KANDIDATUR

Frage: Mein letztes Jahr mit Schalke in einem Satz:

Antwort: Mein letztes Jahr auf Schalke war eine emotionale Achterbahnfahrt voller unvergesslicher Begegnungen mit

Schalkerinnen und Schalkern - zuhause wie auswärts -, geprägt vom nervenaufreibenden Bangen in der letzten Saison bis zum

Aufstieg in die 1. Liga beim Heimspiel gegen Düsseldorf.

Frage: Mitglied in weiteren Sportvereinen? Falls ja, in welchen? Antwort: Ja, Sportclub Verl von 1924 e.V., Turnverein von 1912 Verl e.V. Frage: In anderen Sportvereinen aktiv, wenn ja, wie? Antwort: Ja, beim SC Verl als ehrenamtlicher Berater des Verwaltungsrates in Sachen Sicherheit und Zusammenarbeit mit Behörden; ich bringe mich auch ehrenamtlich als DFB lizenzierter Veranstaltungsleiter ein, wenn Hilfe benötigt wird. Frage: Gremienerfahrung? Falls ja, in welchen? Antwort: Mitgliedschaften bestanden in zahlreichen Gremien, hier eine Auswahl: Beiratsmitglied (kommunal) Gelsenwasser Gelsenkirchen, Mitglied des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Wiedenbrück, Vorsitzender des Verwaltungsrates, Vorsitzender des Haupt- und Bilanzprüfungsausschusses sowie Mitglied des Risikoausschusses der Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer- Menden, Vorsitzender Aufsichtsrat Stadtwerke Hemer und Stadtwerk Verl, aktive Vorstandstätigkeit in verschiedenen Vereinen und Organisationen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene, Aufsichtsratsvorsitzender Landesgartenschau 2010 Hemer, Mitglied des Gemeinderates Verl, Mitglied des Kreistages Gütersloh.

Frage: Was hat zur Kandidatur zum jetzigen Zeitpunkt zum Aufsichtsrat FC Schalke 04 bewogen?

Antwort: Meine Motivation zur Kandidatur: „Verantwortung für Schalke - gerade jetzt“! Ich bin überzeugt, dass sich unser

Verein FC Schalke 04 jetzt gerade in einer Phase befindet, in der Stabilität und eine verantwortungsvolle Führung besonders

wichtig sind. Der sportliche Erfolg mit dem genialen Aufstieg in die 1. Liga und die finanzielle Machbarkeit müssen

gleichberechtigt in der Strategie nebeneinanderstehen. Deshalb möchte ich mich aktiv engagieren, die Strukturen zu stärken

und den eingeschlagenen Weg mit dem Wiederaufstieg konstruktiv zu begleiten.

Frage: Welche Fachkenntnisse oder Erfahrungen können in den Aufsichtsrat eingebracht werden und wo werden Kernkompetenzen gesehen? Antwort: „Kompetenz in Kontrolle und Führung“: Ich bringe durch meine ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeiten fundierte Erfahrungen in den Bereichen Vereins- und Unternehmensführung, Finanzen, Strategieentwicklung, Organisation, Recht und Kommunikation mit. In meinem bisherigen Leben habe ich gelernt, komplexe Sachverhalte strukturiert zu analysieren, Risiken realistisch einzuschätzen und tragfähige Entscheidungen gemeinsam im Team zu treffen. Dies vorausgeschickt möchte ich meine Kenntnisse, Erfahrungen und Kernkompetenzen konkretisieren: Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Vereinen und Organisationen sowie Städten und Kreisen geholfen, angepackt und auch zum Teil geführt. Für dieses Engagement habe ich den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Meine berufliche Tätigkeit hat mir Fachwissen in wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge ermöglicht. Als Anwalt in einer Fachkanzlei für Insolvenzrecht habe ich vertiefende Einblicke in das Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht erhalten. Als Beigeordneter und Bürgermeister kam dazu auch Fachwissen in die Strukturen und Abläufe von Behörden. Meine jetzige berufliche Tätigkeit ist auf die Prüfung komplexer Sachverhalte ausgerichtet. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender verschiedener Aufsichtsgremien bei Sparkassen, Stadtwerken und öffentlichen Organisationen war das Moderieren, Zusammenführen unterschiedlicher Meinungen und Aspekte sowie die anschließende Darstellung in der Öffentlichkeit ein hoher Erfahrungswert. Hierin sehe ich auch meine Kernkompetenzen. Kurzum: Die Fachkenntnisse und Erfahrungen in Wirtschaft und Gesellschaft sind demnach vielfältig und nachhaltig erworben. Meine Kernkompetenzen sehe ich daher insbesondere in der strategischen Planung, der wirtschaftlichen Bewertung von Projekten sowie in einer sachorientierten, lösungsfokussierten Zusammenarbeit in den Gremien. Zudem verfüge ich über eine Kernkompetenz in verantwortungsvollen Kontroll- und Entscheidungsfunktionen, die auch immer einen hohen Grad an Verschwiegenheit und Verlässlichkeit mit sich bringen. Ganz nebenbei verfüge ich, wie ich schon geschrieben habe, über ein sehr umfangreiches Netzwerk in Vereine, darunter auch Fußball, Behörden und in die Wirtschaft. Frage: Welche Ziele und Wünsche sind Antrieb? Antwort: „Tradition bewahren, Zukunft sichern!“ Mich treibt das Ziel an, Verantwortung bei einem der traditionsreichsten und wie man so schön sagt geilsten Fußballclubs, unserem FC Schalke 04, zu übernehmen, und meinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung nach dem Wiederaufstieg in die 1. Liga zu leisten. Dabei stehen für mich wirtschaftliche Solidität, Transparenz und eine klare strategische Ausrichtung im Vordergrund. Ebenso wichtig ist mir, das gegenseitige Vertrauen zwischen Gremien, Verantwortlichen und Mitgliedern zu stärken, und, soweit es an einigen Stellen leider in den letzten Jahren verlorengegangen sein sollte, wiederherzustellen. Ich habe das Ziel Brücken zu festigen bzw. dort zu bauen, wo es notwendig ist, zwischen Fans, Fanclubs, Ultras, Fangruppierungen, Vorstand und Vereinsführung. Frage: Was soll in einer möglichen Amtszeit bewegt oder erreicht werden? Antwort: „Mithelfen Schalke GEmeinsam langfristig solide aufstellen!“ In meiner Amtszeit möchte ich das als Ziel beschriebene voranbringen und bestenfalls erreichen. Kuzgesagt: Ich möchte dazu beitragen, stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu sichern, strategische Entscheidungen, z.B. auch zum Erhalt der Arena mit Beteiligung der Genossenschaft, langfristig auszurichten. Darüber hinaus ist es mir auch wichtig, dass sportlicher Erfolg und wirtschaftliche Vernunft in Einklang gebracht werden. Frage: Wie hoch schätzt Du die Möglichkeit durch das angestrebte Amt, Einfluss zu nehmen? Antwort: „Gute Entscheidungen entstehen GEmeinsam!“ Mir ist bewusst, dass ein einzelnes Aufsichtsratsmitglied keine Alleinentscheidungen trifft. Ebenso ist kein einzelnes Aufsichtsratsmitglied Sprachrohr des Gremiums, sondern Teil eines Gremiums. Eine mögliche Einflussnahme auf Entscheidungen des Aufsichtsrates entsteht durch Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Integrität und konstruktive Zusammenarbeit. Sie entsteht gewiss nicht durch eigennütziges Vorgehen. Ich bin überzeugt, dass ich durch meine Erfahrungen, auch in Aufsichtsräten, und die mir allgemein unterstellte fundierte Vorbereitung auf anstehende Themen eine Möglichkeit eröffnen, wirksam Einfluss auf die Beschlussfassungen des Aufsichtsrates zu nehmen. Die Möglichkeit der Einflussnahme wird also nur dann eröffnet sein, wenn man den Aufsichtsrat als ein Gesamtgremium akzeptiert und sich in die Themen richtig einarbeitet. Aufsichtsratsmitglied heißt Aufsicht führen und Rat geben, nicht in das operative Geschäft eingreifen, dafür gibt es andere handelnde Personen. Ein Aufsichtsratsmitglied hat Einfluss durch Arbeiten im Hintergrund im GEmeinsamen Team, nicht durch Alleingänge. Daran würde ich mich messen lassen.

DEIN ZUKÜNFTIGES ENGAGEMENT FÜR SCHALKE 04

Frage: Welche Ereignisse haben Schalke 04 in den letzten Jahren besonders geprägt, welche möchtest du

besonders erwähnen?

Antwort: „Zwischen Krise und Aufbruch!“ Geprägt haben unser Schalke 04 in den letzten Jahren in der öffentlichen

Wahrnehmung die sportliche „Fahrstuhlsituation“ mit Abstieg 2021 als Tabellenletzter, der Wiederaufstieg ein Jahr danach als

Meister der 2. Liga 2022 und leider der erneute Abstieg trotz einer bemerkenswerten Rückrunde in 2023. Neben dem Sport

prägten aber auch wirtschaftliche Themen unseren Verein: Schalke hatte über 200 Millionen Euro Schulden. Auch wurde

Schalke 04 durch viele Wechsel im Bereich Trainerstab, Vorstand und Management geprägt. Für mich wichtig ist auch die

Coronazeit gewesen: Beim Spiel gegen Kiel war ich im Stadion, ich glaube mit rund 200 Menschen. Corona hat gezeigt, Schalke

kann auch Krisen von außen meistern, von innen haben wir ja bekanntlich eine Reihe von Krisen erlebt und gemeistert.

Frage: Welche besonderen Herausforderungen siehst du auf den Verein zukommen und mit welchen Ideen und Konzepten wären diese deiner Ansicht nach zu meistern? Antwort: Diese Frage würde ich gerne in drei Bereiche aufteilen: Finanzielle Herausforderungen, Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder und sportliche Herausforderungen. * Finanzielle Herausforderungen: „Raus aus den Miesen!“ Schalke hat noch immer einen hohen Schuldenberg zu bewältigen. Also muss es Ziel sein, diesen nachhaltig zu reduzieren. Die Genossenschaft ist ein richtiger Ansatz, den ich auch durch eigene Anteile bereits unterstütze. Hier müsste über eine verbesserte Werbestrategie zum Zeichnen von Anteilen nachgedacht werden, gerade jetzt nach dem Aufstieg ist die Stimmung für solche Vorhaben gut. Unsere Mitgliederzahl muss mehr Anteile möglich machen. Die Veltins Arena ist aus meiner Sicht das wichtigste Asset des Vereins und muss gehalten werden. Durch das Catering, die Vermietung lassen sich Einnahmen generieren. Vielleicht lässt sich das Angebot an nicht sportlichen Veranstaltungen ausbauen. Die Finanzen dürfen nicht die getriebenen der sportlichen Situation sein, sie dürfen aber auch nicht Hemmer der sportlichen Entwicklung sein. Deshalb muss eine Strategie für das Zusammenspiel Sport und Finanzen her, die auch transparent von den Vereinsmitgliedern verstanden wird. * Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder: „Schalke lebt von seinen Fans!“ Schalke hat ein wichtiges Pfund, dass den Verein und die GEmeinsamkeit trägt: Die Mitglieder und Fans. Es gibt zahlreiche neue Formen der Mitgliederbeteiligung, z.B. Mitgliederkongress. Diese weiter auszubauen muss ein Ziel der künftigen Arbeit sein. Ohne Fans läuft nichts; aber auch die Fankultur ist mannigfaltig bei unserem Schalke 04. Von Ultras bis hin zu kleinen Fanclubs haben wir eine bunte Vielfalt, in GE ebenso wie in allen Teilen Deutschlands und sogar im Ausland. Die Herausforderung ist das Verständnis untereinander und es darf kein Gegeneinander geben. Deshalb müssen die Fans noch mehr durch Transparenz der Entscheidungen eingebunden werden, z.B. Kartenvergabe bei Heim- und Auswärtsspielen. * Sportliche Herausforderungen: „Die Knappenschmiede als Zukunft von Schalke 04!“ Schalke 04 funktioniert nicht ohne sportlichen Erfolg. Wir brauchen ein Konzept für die Zukunft, das auch unabhängig vom jeweiligen Trainer funktioniert. Dabei spielt die Knappenschmiede eine wichtige Rolle. Ich würde mir wünschen, dass für den Profibereich Möglichkeiten geschaffen werden, noch mehr talentierte Spieler zu gewinnen. In der Regel bringen junge Knappen die Schalke DNA mit auf´s Spielfeld. Wir brauchen diese Emotionen, da Schalke derzeit keine Höchstbeträge für fremde Transfers leisten kann. Also: Mehr Fokus auf talentierte junge Spieler aus der eigenen Knappenschmiede legen. Die Jugendmannschaften sowohl im Männer- als auch im Frauensport sind zu fördern. Dazu müssten Konzepte mit den Beteiligten entwickelt werden. Wir brauchen eine DNA der Geduld und Gelassenheit. Zu viele Trainerwechsel sind nicht gut. Ziel ist es, ein stabiles Team mit klarer Identität dauerhaft in der 1. Liga zu etablieren. Und ganz wichtig: Alle Sportarten des FC Schalke 04 müssen Beachtung finden, aus dem Breitensport entwickelt sich Spitzensport!

ZWISCHEN VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT

Frage: Gibt es noch etwas das Du gerne mitteilen möchtest?

Antwort: Ich fange einmal ganz von vorne in meinem Lebenslauf bei mir an, um deutlich zu machen, wie sehr ich eine Schalke

DNA in mir trage; ich liebe und lebe Schalke, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen sollen: Mein Vater hat in

Gelsenkirchen-Buer den Beruf des Elektrikers von 1945 bis 1948 erlernt. Er war dabei auch unter Tage. Aus dieser Lehrzeit und

danach hat er mir als junger Mensch in der Erziehung immer wieder berichtet. Er hat davon gesprochen, was es heißt, sich

unter Tage auf die Kumpels verlassen zu können, dass man nie alleine etwas tun sollte, dass man andere Menschen

respektieren müsse und dass man am Ende immer einen Rückhalt in der eigenen Familie, die ich einmal gründen werde, finden

könne. Und so wuchs ich auf. Dann kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall in der Familie. Und in der schweren Zeit mit

meinem körperbehinderten Bruder versuchte mein Vater, mir etwas zu geben, von dem ich noch heute, also auch jetzt, zehre:

Abwechslung vom grauen Alltag erleben auf dem Fußballplatz des FC Schalke 04, auf Schalke sein. Er nahm mich mit zu Spielen

in der Glückauf-Kampfbahn und dann natürlich im späteren Leben ins Parkstadion. Ich erlebte Schalke hautnah, ich jubelte, ich

weinte, Schalker Emotionen eben.

Wir wohnten in Verl, ich nahm mein Studium auf, schloss dieses erfolgreich ab, gründete eine Familie mit einer lieben Ehefrau

und anschließend zwei tollen Töchtern. Dabei ging ich die ersten Schritte ins Berufsleben und deshalb reduzierten sich

verständlicherweise die Aktivitäten im Stadion. Dann entschied ich mich 2016 wieder für ein verstärktes Engagement für

unseren FC Schalke 04. Ich wurde Mitglied, Vielfahrer zu den Auswärtsspielen und Dauerkarteninhaber in der Nordkurve

(Sitzer) auf Schalke. Ich bin auch sehr lange Mitglied in zwei Fanclubs, den Verler Schalke Freunden und die Schalke Union, den

ich aktuell leite. Die Schalker DNA ist mir also quasi in die Wiege gelegt worden, und ich möchte mich jetzt weiter engagieren,

weil es mir die persönliche Situation zulässt. Das Berufsleben hat mich nach Herne in nahezu unmittelbarer Nähe zur Veltins-

Arena geführt. Aufgrund meines Netzwerkes bin ich bestimmt in der Lage, Schalke in den unterschiedlichsten Situationen zu

helfen und zu unterstützen. Das Netzwerk reicht in das öffentliche Leben sowie in die Politik. Dieses und noch viel mehr möchte

ich neben der fachlichen Kompetenzen einbringen.

ZU GUTER LETZT

Kandidat für den Aufsichtsrat

FAQ - FRAGEN & ANTWORTEN

ZUR KANDIDATUR

Frage: Mein letztes Jahr mit Schalke in einem

Satz:

Antwort: Mein letztes Jahr auf Schalke war eine

emotionale Achterbahnfahrt voller unvergesslicher

Begegnungen mit Schalkerinnen und Schalkern -

zuhause wie auswärts -, geprägt vom

nervenaufreibenden Bangen in der letzten Saison bis

zum Aufstieg in die 1. Liga beim Heimspiel gegen

Düsseldorf.

Frage: Mitglied in weiteren Sportvereinen? Falls ja, in welchen? Antwort: Ja, Sportclub Verl von 1924 e.V., Turnverein von 1912 Verl e.V. Frage: In anderen Sportvereinen aktiv, wenn ja, wie? Antwort: Ja, beim SC Verl als ehrenamtlicher Berater des Verwaltungsrates in Sachen Sicherheit und Zusammenarbeit mit Behörden; ich bringe mich auch ehrenamtlich als DFB lizenzierter Veranstaltungsleiter ein, wenn Hilfe benötigt wird. Frage: Gremienerfahrung? Falls ja, in welchen? Antwort: Mitgliedschaften bestanden in zahlreichen Gremien, hier eine Auswahl: Beiratsmitglied (kommunal) Gelsenwasser Gelsenkirchen, Mitglied des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Wiedenbrück, Vorsitzender des Verwaltungsrates, Vorsitzender des Haupt- und Bilanzprüfungsausschusses sowie Mitglied des Risikoausschusses der Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden, Vorsitzender Aufsichtsrat Stadtwerke Hemer und Stadtwerk Verl, aktive Vorstandstätigkeit in verschiedenen Vereinen und Organisationen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene, Aufsichtsratsvorsitzender Landesgartenschau 2010 Hemer, Mitglied des Gemeinderates Verl, Mitglied des Kreistages Gütersloh.

Frage: Was hat zur Kandidatur zum jetzigen

Zeitpunkt zum Aufsichtsrat FC Schalke 04

bewogen?

Antwort: Meine Motivation zur Kandidatur:

„Verantwortung für Schalke - gerade jetzt“! Ich bin

überzeugt, dass sich unser Verein FC Schalke 04

jetzt gerade in einer Phase befindet, in der Stabilität

und eine verantwortungsvolle Führung besonders

wichtig sind. Der sportliche Erfolg mit dem genialen

Aufstieg in die 1. Liga und die finanzielle Machbarkeit

müssen gleichberechtigt in der Strategie

nebeneinanderstehen. Deshalb möchte ich mich

aktiv engagieren, die Strukturen zu stärken und den

eingeschlagenen Weg mit dem Wiederaufstieg

konstruktiv zu begleiten.

Frage: Welche Fachkenntnisse oder Erfahrungen können in den Aufsichtsrat eingebracht werden und wo werden Kernkompetenzen gesehen? Antwort: „Kompetenz in Kontrolle und Führung“: Ich bringe durch meine ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeiten fundierte Erfahrungen in den Bereichen Vereins- und Unternehmensführung, Finanzen, Strategieentwicklung, Organisation, Recht und Kommunikation mit. In meinem bisherigen Leben habe ich gelernt, komplexe Sachverhalte strukturiert zu analysieren, Risiken realistisch einzuschätzen und tragfähige Entscheidungen gemeinsam im Team zu treffen. Dies vorausgeschickt möchte ich meine Kenntnisse, Erfahrungen und Kernkompetenzen konkretisieren: Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Vereinen und Organisationen sowie Städten und Kreisen geholfen, angepackt und auch zum Teil geführt. Für dieses Engagement habe ich den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Meine berufliche Tätigkeit hat mir Fachwissen in wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge ermöglicht. Als Anwalt in einer Fachkanzlei für Insolvenzrecht habe ich vertiefende Einblicke in das Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht erhalten. Als Beigeordneter und Bürgermeister kam dazu auch Fachwissen in die Strukturen und Abläufe von Behörden. Meine jetzige berufliche Tätigkeit ist auf die Prüfung komplexer Sachverhalte ausgerichtet. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender verschiedener Aufsichtsgremien bei Sparkassen, Stadtwerken und öffentlichen Organisationen war das Moderieren, Zusammenführen unterschiedlicher Meinungen und Aspekte sowie die anschließende Darstellung in der Öffentlichkeit ein hoher Erfahrungswert. Hierin sehe ich auch meine Kernkompetenzen. Kurzum: Die Fachkenntnisse und Erfahrungen in Wirtschaft und Gesellschaft sind demnach vielfältig und nachhaltig erworben. Meine Kernkompetenzen sehe ich daher insbesondere in der strategischen Planung, der wirtschaftlichen Bewertung von Projekten sowie in einer sachorientierten, lösungsfokussierten Zusammenarbeit in den Gremien. Zudem verfüge ich über eine Kernkompetenz in verantwortungsvollen Kontroll- und Entscheidungsfunktionen, die auch immer einen hohen Grad an Verschwiegenheit und Verlässlichkeit mit sich bringen. Ganz nebenbei verfüge ich, wie ich schon geschrieben habe, über ein sehr umfangreiches Netzwerk in Vereine, darunter auch Fußball, Behörden und in die Wirtschaft. Frage: Welche Ziele und Wünsche sind Antrieb? Antwort: „Tradition bewahren, Zukunft sichern!“ Mich treibt das Ziel an, Verantwortung bei einem der traditionsreichsten und wie man so schön sagt geilsten Fußballclubs, unserem FC Schalke 04, zu übernehmen, und meinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung nach dem Wiederaufstieg in die 1. Liga zu leisten. Dabei stehen für mich wirtschaftliche Solidität, Transparenz und eine klare strategische Ausrichtung im Vordergrund. Ebenso wichtig ist mir, das gegenseitige Vertrauen zwischen Gremien, Verantwortlichen und Mitgliedern zu stärken, und, soweit es an einigen Stellen leider in den letzten Jahren verlorengegangen sein sollte, wiederherzustellen. Ich habe das Ziel Brücken zu festigen bzw. dort zu bauen, wo es notwendig ist, zwischen Fans, Fanclubs, Ultras, Fangruppierungen, Vorstand und Vereinsführung. Frage: Was soll in einer möglichen Amtszeit bewegt oder erreicht werden? Antwort: „Mithelfen Schalke GEmeinsam langfristig solide aufstellen!“ In meiner Amtszeit möchte ich das als Ziel beschriebene voranbringen und bestenfalls erreichen. Kuzgesagt: Ich möchte dazu beitragen, stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu sichern, strategische Entscheidungen, z.B. auch zum Erhalt der Arena mit Beteiligung der Genossenschaft, langfristig auszurichten. Darüber hinaus ist es mir auch wichtig, dass sportlicher Erfolg und wirtschaftliche Vernunft in Einklang gebracht werden. Frage: Wie hoch schätzt Du die Möglichkeit durch das angestrebte Amt, Einfluss zu nehmen? Antwort: „Gute Entscheidungen entstehen GEmeinsam!“ Mir ist bewusst, dass ein einzelnes Aufsichtsratsmitglied keine Alleinentscheidungen trifft. Ebenso ist kein einzelnes Aufsichtsratsmitglied Sprachrohr des Gremiums, sondern Teil eines Gremiums. Eine mögliche Einflussnahme auf Entscheidungen des Aufsichtsrates entsteht durch Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Integrität und konstruktive Zusammenarbeit. Sie entsteht gewiss nicht durch eigennütziges Vorgehen. Ich bin überzeugt, dass ich durch meine Erfahrungen, auch in Aufsichtsräten, und die mir allgemein unterstellte fundierte Vorbereitung auf anstehende Themen eine Möglichkeit eröffnen, wirksam Einfluss auf die Beschlussfassungen des Aufsichtsrates zu nehmen. Die Möglichkeit der Einflussnahme wird also nur dann eröffnet sein, wenn man den Aufsichtsrat als ein Gesamtgremium akzeptiert und sich in die Themen richtig einarbeitet. Aufsichtsratsmitglied heißt Aufsicht führen und Rat geben, nicht in das operative Geschäft eingreifen, dafür gibt es andere handelnde Personen. Ein Aufsichtsratsmitglied hat Einfluss durch Arbeiten im Hintergrund im GEmeinsamen Team, nicht durch Alleingänge. Daran würde ich mich messen lassen.

DEIN ZUKÜNFTIGES

ENGAGEMENT FÜR SCHALKE 04

Frage: Welche Ereignisse haben Schalke 04 in

den letzten Jahren besonders geprägt, welche

möchtest du besonders erwähnen?

Antwort: „Zwischen Krise und Aufbruch!“ Geprägt

haben unser Schalke 04 in den letzten Jahren in der

öffentlichen Wahrnehmung die sportliche

„Fahrstuhlsituation“ mit Abstieg 2021 als

Tabellenletzter, der Wiederaufstieg ein Jahr danach

als Meister der 2. Liga 2022 und leider der erneute

Abstieg trotz einer bemerkenswerten Rückrunde in

2023. Neben dem Sport prägten aber auch

wirtschaftliche Themen unseren Verein: Schalke

hatte über 200 Millionen Euro Schulden. Auch wurde

Schalke 04 durch viele Wechsel im Bereich

Trainerstab, Vorstand und Management geprägt. Für

mich wichtig ist auch die Coronazeit gewesen: Beim

Spiel gegen Kiel war ich im Stadion, ich glaube mit

rund 200 Menschen. Corona hat gezeigt, Schalke

kann auch Krisen von außen meistern, von innen

haben wir ja bekanntlich eine Reihe von Krisen erlebt

und gemeistert.

Frage: Welche besonderen Herausforderungen siehst du auf den Verein zukommen und mit welchen Ideen und Konzepten wären diese deiner Ansicht nach zu meistern? Antwort: Diese Frage würde ich gerne in drei Bereiche aufteilen: Finanzielle Herausforderungen, Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder und sportliche Herausforderungen. * Finanzielle Herausforderungen: „Raus aus den Miesen!“ Schalke hat noch immer einen hohen Schuldenberg zu bewältigen. Also muss es Ziel sein, diesen nachhaltig zu reduzieren. Die Genossenschaft ist ein richtiger Ansatz, den ich auch durch eigene Anteile bereits unterstütze. Hier müsste über eine verbesserte Werbestrategie zum Zeichnen von Anteilen nachgedacht werden, gerade jetzt nach dem Aufstieg ist die Stimmung für solche Vorhaben gut. Unsere Mitgliederzahl muss mehr Anteile möglich machen. Die Veltins Arena ist aus meiner Sicht das wichtigste Asset des Vereins und muss gehalten werden. Durch das Catering, die Vermietung lassen sich Einnahmen generieren. Vielleicht lässt sich das Angebot an nicht sportlichen Veranstaltungen ausbauen. Die Finanzen dürfen nicht die getriebenen der sportlichen Situation sein, sie dürfen aber auch nicht Hemmer der sportlichen Entwicklung sein. Deshalb muss eine Strategie für das Zusammenspiel Sport und Finanzen her, die auch transparent von den Vereinsmitgliedern verstanden wird. * Herausforderungen im Bereich Fans und Mitglieder: „Schalke lebt von seinen Fans!“ Schalke hat ein wichtiges Pfund, dass den Verein und die GEmeinsamkeit trägt: Die Mitglieder und Fans. Es gibt zahlreiche neue Formen der Mitgliederbeteiligung, z.B. Mitgliederkongress. Diese weiter auszubauen muss ein Ziel der künftigen Arbeit sein. Ohne Fans läuft nichts; aber auch die Fankultur ist mannigfaltig bei unserem Schalke 04. Von Ultras bis hin zu kleinen Fanclubs haben wir eine bunte Vielfalt, in GE ebenso wie in allen Teilen Deutschlands und sogar im Ausland. Die Herausforderung ist das Verständnis untereinander und es darf kein Gegeneinander geben. Deshalb müssen die Fans noch mehr durch Transparenz der Entscheidungen eingebunden werden, z.B. Kartenvergabe bei Heim- und Auswärtsspielen. * Sportliche Herausforderungen: „Die Knappenschmiede als Zukunft von Schalke 04!“ Schalke 04 funktioniert nicht ohne sportlichen Erfolg. Wir brauchen ein Konzept für die Zukunft, das auch unabhängig vom jeweiligen Trainer funktioniert. Dabei spielt die Knappenschmiede eine wichtige Rolle. Ich würde mir wünschen, dass für den Profibereich Möglichkeiten geschaffen werden, noch mehr talentierte Spieler zu gewinnen. In der Regel bringen junge Knappen die Schalke DNA mit auf´s Spielfeld. Wir brauchen diese Emotionen, da Schalke derzeit keine Höchstbeträge für fremde Transfers leisten kann. Also: Mehr Fokus auf talentierte junge Spieler aus der eigenen Knappenschmiede legen. Die Jugendmannschaften sowohl im Männer- als auch im Frauensport sind zu fördern. Dazu müssten Konzepte mit den Beteiligten entwickelt werden. Wir brauchen eine DNA der Geduld und Gelassenheit. Zu viele Trainerwechsel sind nicht gut. Ziel ist es, ein stabiles Team mit klarer Identität dauerhaft in der 1. Liga zu etablieren. Und ganz wichtig: Alle Sportarten des FC Schalke 04 müssen Beachtung finden, aus dem Breitensport entwickelt sich Spitzensport!

ZWISCHEN VERGANGENHEIT

UND ZUKUNFT

Frage: Gibt es noch etwas das Du gerne

mitteilen möchtest?

Antwort: Ich fange einmal ganz von vorne in

meinem Lebenslauf bei mir an, um deutlich zu

machen, wie sehr ich eine Schalke DNA in mir trage;

ich liebe und lebe Schalke, wie die nachfolgenden

Ausführungen zeigen sollen: Mein Vater hat in

Gelsenkirchen-Buer den Beruf des Elektrikers von

1945 bis 1948 erlernt. Er war dabei auch unter Tage.

Aus dieser Lehrzeit und danach hat er mir als junger

Mensch in der Erziehung immer wieder berichtet. Er

hat davon gesprochen, was es heißt, sich unter Tage

auf die Kumpels verlassen zu können, dass man nie

alleine etwas tun sollte, dass man andere Menschen

respektieren müsse und dass man am Ende immer

einen Rückhalt in der eigenen Familie, die ich einmal

gründen werde, finden könne. Und so wuchs ich auf.

Dann kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall in

der Familie. Und in der schweren Zeit mit meinem

körperbehinderten Bruder versuchte mein Vater, mir

etwas zu geben, von dem ich noch heute, also auch

jetzt, zehre: Abwechslung vom grauen Alltag

erleben auf dem Fußballplatz des FC Schalke 04, auf

Schalke sein. Er nahm mich mit zu Spielen in der

Glückauf-Kampfbahn und dann natürlich im späteren

Leben ins Parkstadion. Ich erlebte Schalke hautnah,

ich jubelte, ich weinte, Schalker Emotionen eben.

Wir wohnten in Verl, ich nahm mein Studium auf,

schloss dieses erfolgreich ab, gründete eine Familie

mit einer lieben Ehefrau und anschließend zwei

tollen Töchtern. Dabei ging ich die ersten Schritte

ins Berufsleben und deshalb reduzierten sich

verständlicherweise die Aktivitäten im Stadion. Dann

entschied ich mich 2016 wieder für ein verstärktes

Engagement für unseren FC Schalke 04. Ich wurde

Mitglied, Vielfahrer zu den Auswärtsspielen und

Dauerkarteninhaber in der Nordkurve (Sitzer) auf

Schalke. Ich bin auch sehr lange Mitglied in zwei

Fanclubs, den Verler Schalke Freunden und die

Schalke Union, den ich aktuell leite. Die Schalker

DNA ist mir also quasi in die Wiege gelegt worden,

und ich möchte mich jetzt weiter engagieren, weil es

mir die persönliche Situation zulässt. Das

Berufsleben hat mich nach Herne in nahezu

unmittelbarer Nähe zur Veltins-Arena geführt.

Aufgrund meines Netzwerkes bin ich bestimmt in der

Lage, Schalke in den unterschiedlichsten Situationen

zu helfen und zu unterstützen. Das Netzwerk reicht

in das öffentliche Leben sowie in die Politik. Dieses

und noch viel mehr möchte ich neben der fachlichen

Kompetenzen einbringen.

ZU GUTER LETZT